Generation Online:​ Elternratgeber

Tipps und Empfehlungen zur jugendlichen Medienwelt​

Kostenfallen

Drittanbietersperre

Abzockerfallen enthalten häufig kostenpflichtige Abos, die über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Dagegen können Sie eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter einrichten lassen.
Weitere Informationen zur Drittanbietersperre und wie Sie diese aktivieren, erhalten Sie hier

In-App-Käufe

Möchten Sie In-App-Käufe auf dem Handy Ihres Kindes unterbinden, so können Sie diese mit einem Passwort schützen.
Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Sperre von In-App-Käufen finden Sie unter medien-kindersicher.de.

Service-Rufnummern und Premium-SMS

Service-Rufnummern (0137, 0900 etc.) und Premium-SMS können hohe Kosten verursachen. Einige Mobilfunkanbieter bieten die Sperrung dieser Dienste an. Besprechen Sie das Thema auch mit Ihrem Kind.

Bezahlkarten

Verbote sind nicht immer das beste Mittel. Sie können ihrem Kind z. B. ein Budget für In-App-Käufe zur Verfügung stellen. Am einfachsten geht das mit Bezahlkarten (z. B. Paysafecard), die Sie online oder in Supermärkten kaufen können.

Weitere Tipps zu Kostenfallen gibt es bei www.handysektor.de im Bereich Abo + Abzocke.

Daten-, Diebstahl- und Vierenschutz

Bildschirmsperre

Smartphones enthalten unzählige private Informationen. Daten- und Diebstahlsschutz beginnt daher schon am Bildschirm. Auf jedem mobilen Endgerät sollte eine Bildschirmsperre eingerichtet sein. Unsere Empfehlung: Sichere Passwörter oder PINs.

IMEI

Um ein verlorenes Smartphone im Zweifelsfall identifizieren zu können, sollten Sie die IMEI des Gerätes notieren. Tippen Sie dafür die Tastenkombination *#06# ein.

Passwort-Tipps

Ein Passwort sollte mindestens 10 Zeichen lang sein und Groß- wie Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Hilfreich bei der Erstellung ist der „Satztrick“. TIPP: Sichere Passwörter sind auch bei Nutzerkonten von sozialen Netzwerken etc. wichtig. Ihr Passwort können Sie bei www.CheckDeinPasswort.de prüfen.
Um Ihre Accounts besser zu schützen, können Sie auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) einrichten. 

Virenschutz

Schadsoftware gibt es nicht nur am Computer. Daher sollten Sie auf jedem Smartphone eine Antiviren-App installieren. Sowohl im Google Play Store als auch im App Store finden Sie eine Vielzahl von verschiedenen kostenlosen Apps.

SIM-Kartensperrung

Bei Verlust des Smartphones sollten Sie die SIM-Karte beim Mobilfunkanbierter sperren lassen.

Privatsphäre-Einstellungen

Online-Profile wie Facebook oder Instagram aber auch Dienste wie Snapchat und WhatsApp enthalten zahlreiche persönliche Informationen. Bevor die Dienste genutzt werden, sollten daher die Privatsphäre-Einstellungen geprüft werden.

Backup

Damit bei Verlust oder Beschädigung des Smartphones der Ärger nicht noch größer wird, sollten Sie regelmäßig Backups von Daten machen. Dazu können Sie entweder Ihren PC oder Onlinedienste (z. B. Dropbox) nutzen.

Weitere Tipps zu Daten-, Diebstahl und Virenschutz bieten die Leitfäden auf mecodia.de/tipps.

Nutzungsregeln

Technische Schutzmöglichkeiten können im Alltag unterstützen. Einstellungen und Schutzmaßnahmen am Handy bleiben allerdings nicht immer auf dem aktuellen Stand und entsprechen womöglich nach einiger Zeit nicht mehr der Kindesentwicklung. Nichts ersetzt daher den Dialog mit Ihrem Kind, um ein dauerhaftes Verständnis zu fördern.

Mobbing

Mobbing ist und bleibt häufig ein Schulproblem. Trotzdem sollten sie Ihr Kind aktiv begleiten. Dazu gehört auch, das Bewusstsein zu fördern einem Gemobbten zu helfen. Viele Informationen und auch Hilfe finden Sie zu diesem Thema auch auf www.juuuport.de.

Zeit

Sehr wichtig ist es einen zeitlichen Nutzungsrahmen festzulegen. Häufig werden Kinder beim Lernen von ihrem Smartphone abgelenkt, weshalb es sinnvoll sein kann zu Lernzeiten das Gerät stumm zu schalten. Wie lange ein Kind am Tag das Smartphone nutzen sollte, hängt von der jeweiligen Entwicklung und Situation ab. Tipps geben Ihnen hier Seiten wie www.handysektor.de oder www.mediennutzungsvertrag.de.

Sexting

Sexting sollte nicht verteufelt werden. Trotzdem kann es zu großen Problemen führen. Häufig liest und hört man in Medien von entsprechenden Fällen. Nutzen Sie diese als Anlass, um das Thema anzusprechen und sensibilisieren Sie ihr Kind dafür. Zeigen Sie Verständnis und mahnen Sie davor, welche Folgen unbedachtes Teilen von intimen Bildern und Videos haben kann.

Kommunikation in Chats

Viel Zeit wird mit der Kommunikation mit Freunden in Chats verbracht. Niedrigere Hemmschwellen gegenüber anderen gemein zu sein oder einfach nur Missverständnisse führen oft zu schlechter Laune. Deshalb sollten gemeinsame Regeln für die Kommunikation festgelegt werden. ‚Wie verhalte ich mich im Chat?‘ ‚Was unternehme ich bei Mobbing?‘ ‚Und wie äußere ich mich gegenüber Fremden?‘ sind dabei nur einige Punkte. Das Thema sollte auch in der Klasse angesprochen werden.

Apps

Gerade jüngere Kinder sollten beim Herunterladen von Apps nicht alleingelassen werden. Je nach Entwicklungsstand des Kindes können Sie den Download der Apps komplett übernehmen oder sich immer wieder einen Einblick geben lassen, welche Apps gerade genutzt werden. Anhaltspunkte für die Bewertung einer App können die Altersangaben der USK sein. Zusätzlich können Sie die Installation von Apps für bestimmte USK-Alterseinstufungen mit einer PIN-Sperre schützen.