TikTok: Deine Privatsphäre im Griff

Mit TikTok können Kurzvideos, sogenannte “TikToks”, zu bekannten Songs oder Zitaten aufgenommen werden. Der besondere Reiz der App liegt dabei darin, dass die Kurzvideos kreativ mit Effekten bearbeitet und schließlich mit anderen geteilt werden können.

Aber Vorsicht: so kreativ man sich auch austoben kann – es ist leider sehr einfach persönliche Informationen durch diese App zu veröffentlichen.

Wie du TikTok trotzdem sicher einstellen und nutzen kannst, zeigen wir dir hier in unserem Leitfaden zur App.

Im Überblick: Was ist TikTok?

Kurze Videos kreativ gestalten – einfach und intuitiv

Du kannst mit TikTok kurze Videos erstellen. Diese Kurzvideos sind die sogenannten “TikToks”. Was dabei zählt ist deine Performance – du kannst mittels Playback entweder einen Song interpretieren und entsprechend präsentieren oder lustige Zitate aus Serien und Filmen nachsprechen. Anderen Nutzerinnen und Nutzern kannst du folgen, sowie auch deren Videos bewerten. Deine Videos oder auch die von anderen Nutzerinnen und Nutzern kannst du zudem in anderen sozialen Netzwerken teilen.

Mit den Funktionen “Duett” und “Stitch” kannst du andere oder auch deine Freunde mit ins kreative Boot holen. Beim Duett teilt ihr euch die Bühne auf einem Bildschirm per Splitscreen. So kannst du zum Beispiel zeitgleich auf das Video deiner Duett-Partnerin / deines Duett-Partners reagieren. Bei einem Stitch kannst du Video-Auschnitte von anderen in dein eigenes Video einbauen, um zum Beispiel auf diesen bestimmten Abschnitt zu reagieren – ohne dass dafür der Bildschirm aufgeteilt wird.

Schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit lässt sich die App einfach und intuitiv bedienen.

Ab welchem Alter ist TikTok erlaubt?

TikTok erlaub die Nutzung der App erst ab einem Alter von 13 Jahren, durch die Zustimmung der Eltern. Beim Erstellen eines Accounts sollte auch unbedingt das wahre Alter angegeben werden, sodass die entsprechenden Voreinstellungen der App greifen können. Diese Voreinstellungen dienen dazu, um insbesondere die jüngeren Nutzerinnen und Nutzer zu schützen. Schließlich ist es zum einen sehr einfach persönliche Informationen über diese Plattform zu teilen. Zum anderen schaltet TikTok mit Hilfe deiner zur Verfügung gestellten Daten zielgenaue Werbung. Folglich ist TikTok ein datenverarbeitender Dienst.

Trotzdem ist TikTok besonders bei den Jüngeren beliebt. Sei es, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder, um sich kreativ auszutauschen und entsprechend zu präsentieren.

  • Mit TikTok können kurze, kreative Videos erstellt werden
  • Mit der Zustimmung der Eltern, darf TikTok mit einem Mindestalter von 13 Jahren genutzt werden
  • Beim Teilen deiner TikToks auf anderen Plattformen, zum Beispiel auf Instagram, achte unbedingt auf die Einhaltung der Rechte (Recht am eigenen Bild, Urheberrecht)!

TikTok Grundlagen

Deine Startseite: Die For-You-Page / Für-Dich-Seite

Die For-You-Page oder zu Deutsch “Für-Dich-Seite” ist deine Startseite auf TikTok. Sie besteht aus verschiedenen Clips, die dir von der App hier zusammengestellt werden. Diese Clips gehören dabei in erster Linie zu den Accounts, denen du folgst. Die anderen Clips ergeben sich nach dem Algorithmus – sie werden durch deine Interessen und durch dein Verhalten in der App entsprechend angezeigt. TikTok lernt zu verstehen, was dir gefällt und versucht dir danach Vorschläge für Inhalte zu bieten. So kannst du einerseits selbst entscheiden, welche Inhalte du siehst und kannst dich auch von der App inspirieren lassen.

Teilen, Liken, Folgen und Kommentieren – so geht’s

Alle wichtigen Interaktionen rund um die Clips siehst du rechts in der längsseitigen Navigationsleiste, bei deiner For-You-Page.

Ein Herz vergibst du für die Clips, die dir gefallen (Like).

Mit der Sprechblase kannst du einen Kommentar hinterlassen.

Der Pfeil ist für die Teilen-Funktion zuständig.

Du hast einen Kanal entdeckt, der dir richtig gut gefällt? Dann kannst du durch ein Wischen nach links mehr über die Nutzerin / den Nutzer erfahren. Das (rote) Pluszeichen, was du bei dem Kanalbild siehst, ist für die Folgen-Funktion.

Wer sucht, der findet – die Suchfunktion in TikTok

Mit einem Klick auf das Lupen-Symbol, in der unteren Navigationsleiste, gelangst du zur Suchfunktion von TikTok. Hier kannst du entweder gezielt nach Profilen, zum Beispiel von Freunden, suchen oder auch nach Videos. Du kannst diesen Bereich aber auch einfach zum Stöbern nutzen, indem du dir Inhalte zu den momentan besonders beliebten Themen anzeigen lässt.

Ähnlich wie Instagram, arbeitet auch TikTok viel mit Hashtags. Über Hashtags werden die erstellten TikToks in bestimmten Kategorien sortiert. Gleichzeitig dienen sie auch als Suchfunktion. Gibts du bei der Suchfunktion einen Hashtag ein (zum Beispiel #duet, #music oder #comedy), werden dir im Anschluss alle Videos angezeigt, die mit diesem Hashtag versehen worden sind.

Das eigene TikTok Profil

Profil einrichten und gestalten

Von deiner Startseite aus, der For-You-Page, kannst du dich im unteren Menü über das Personen-Symbol zu deinem Profil navigieren. Bei Profil bearbeiten kannst du dir einen Namen geben, ein Profilfoto oder ein Profilvideo erstellen und in der Biographie etwas über dich erzählen. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, deine Konten von Instagram sowie YouTube mit deinem TikTok-Profil zu verknüpfen.

Wenn du von der Startseite zur Profil-Übersicht gelangst, kannst du oben rechts bei den drei Punkten die Einstellungen aufrufen. Im Bereich Konto und Konto verwalten kannst du dein Passwort ändern. An dieser Stelle empfehlen wir dir unseren Leitfaden zum Erstellen eines sicheren Passworts und unsere Seite CheckDeinPasswort.de, um zu prüfen, ob dein Passwort stark genug ist.

TikTok erstellt für jedes Profil einen eigenen TikCode. Diesen findest du auf deinem Profil, indem du auf das Symbol mit den vier Quadraten klickst. Der TikCode ist ähnlich wie ein QR-Code: andere Benutzer können diese Grafik scannen und gelangen darüber direkt zu deinem Profil, um dir folgen zu können oder deine Videos zu sehen. Natürlich kannst du auch die TikCodes anderer Nutzerinnen und Nutzer scannen, um schließlich bei ihnen vorbei zu schauen. Der TikCode dient schnelle Methode, um kurz Kontaktdaten und Profile gegenseitig auszutauschen.

Wenn du von der Startseite zur Profil-Übersicht gelangst, kannst du oben rechts bei den drei Punkten die Einstellungen aufrufen. Im Bereich Konto und Konto verwalten kannst du dein Passwort ändern. An dieser Stelle empfehlen wir dir unseren Leitfaden zum Erstellen eines sicheren Passworts und unsere Seite CheckDeinPasswort.de, um zu prüfen, ob dein Passwort stark genug ist.

TikTok erstellt für jedes Profil einen eigenen TikCode. Diesen findest du auf deinem Profil, indem du auf das Symbol mit den vier Quadraten klickst. Der TikCode ist ähnlich wie ein QR-Code: andere Benutzer können diese Grafik scannen und gelangen darüber direkt zu deinem Profil, um dir folgen zu können oder deine Videos zu sehen. Natürlich kannst du auch die TikCodes anderer Nutzerinnen und Nutzer scannen, um schließlich bei ihnen vorbei zu schauen. Der TikCode dient schnelle Methode, um kurz Kontaktdaten und Profile gegenseitig auszutauschen.

So kannst du auf TikTok posten

Videos aufnehmen

Mittlerweile hat TikTok die maximale Videolänge von 15 Sekunden auf 60 Sekunden angehoben.
Von der Startseite aus siehst du unten in der Symbol-Reihe in der Mitte ein Plus-Zeichen. Tippe hier drauf. Es öffnet sich die Aufnahmefunktion mit dem roten Aufnahme-Button. Nun kannst du ganz einfach los legen.

Auf der rechten Seite findest du im Navigations-Menü weitere Einstellungen.

  • Geschwindigkeit: Oberhalb des roten Auslösers findest du einen Geschwindigkeitsregler. Du kannst hier einstellen, ob dein Video langsam, in Zeitlupe aufgenommen werden soll oder schnell, als Zeitraffer.
  • Beauty-Filter: Der Beauty-Filter ist ein spezieller AR-Filter, auch bekannt als Face-Filter. Das heißt mit diesem kannst du kleine Schönheitskorrekturen im Gesicht vornehmen – zum Beispiel kannst du so einen lästigen Pickel auf dem Bild/Video ganz einfach und praktisch verschwinden lassen.
  • Farbfilter: Du kannst mit Farbfiltern einfach mal herum experimentieren. Hier kannst du die Farben des Videos wechseln lassen oder je nach Stimmung anpassen.
  • Timer: Der Timer ist eine sehr praktische Funktion. Wenn du nicht die ganze Zeit den Auslöser gedrückt halten möchtest oder bei einer Tanzeinlage schlichtweg keine Hand mehr dafür frei hast, übernimmt diese Funktion das für dich. Du kannst die Zeit für das Video individuell mit einem Countdown einstellen. Ähnlich, wie der Selbstauslöser beim Erstellen von Fotos.
  • Effekte: Die Effekte findest du links vom roten Auslöser. Hier kannst du verschiedene Effekte für zum Beispiel dein Gesicht oder für die Umgebung auswählen und damit dein Video aufpeppeln.

TikTok ist besonders für die Tanz- und Lipsync-Videos bekannt und beliebt. Deswegen spielt der Sound eine ausschlaggebende Rolle. Nimmst du ein Video auf, kannst du am oberen Rand über das Notenschlüssel-Symbol einen Sound hinzufügen. In einer Übersicht kannst du schließlich aus verschiedenen Sounds und Musikstücken deinen Favoriten auswählen. Du hörst deine ausgewählte Tonspur dann im Hintergrund des fertigen Clips.

Achtung: Innerhalb von TikTok stellen die Tonspuren mit Musik und Geräuschen kein Problem dar. Du solltest jedoch unbedingt auf die Einhaltung der Urheberrechte achten, wenn du deinen Clip außerhalb von TikTok postest.

Du kannst dein Video entweder an einem Stück aufnehmen oder mehrere kleine Aufnahmen hintereinander machen. Dafür musst du einfach den Aufnahme-Button (roter Auslöser) gedrückt halten, loslassen und wieder gedrückt halten, usw. Bist du mit deiner Aufnahme fertig, kannst du dem Ganzen einen letzten Feinschliff verpassen. Du kannst Filter hinzufügen, Sticker oder Texte.

Zu guter Letzt gibst du deinem Video eine Überschrift und einen passenden Hashtag – lege hier auch entsprechend deine Einstellungen für die Privatsphäre und für Kommentare fest.

Du kannst das Video entweder direkt veröffentlichen oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Duette & Stitches

Der Vorgänger von TikTok hieß musical.ly. Eine Funktion hat TikTok daraus übernommen: Die Duett-Funktion.
Hier kannst du mit anderen Nutzerinnen und Nutzern in einem gemeinsamen Clip die gleiche Audiospur teilen. So kannst du und die andere Nutzerin / der andere Nutzer, im Splitscreen, zu einem Lied mitsingen oder Tanzen.

Du möchtest die Duett-Funktion selbst einmal ausprobieren? Tippe dafür bei deinem hierfür ausgesuchten Video, zu dem du beispielsweise mitsingen möchtest, auf die Teilen-Funktion und dann auf Duett. Deine Kamera öffnet sich und du siehst auf deinem Bildschirm einmal das Video und einmal deine Aufnahme.

Stitches sind ein relativ neues Feature bei TikTok. Sie lehnen an die Duette an, sind aber letztlich doch anders. Während man bei einem Duett einen aufgeteilten Bildschirm hat, auf dem zwei Clips parallel ablaufen – hat man beim Stitch nur einen, ungeteilten Bildschirm und einen durchlaufenden Clip, der sich aus verschiedenen Clips zusammen setzen lässt…oder, wie im Deutschen übersetzt, sich zusammennähen (to stitch = nähen) lässt.

Du möchtest selbst ein Stitch erstellen? Dann kannst du dir einen Clip aussuchen, den du in deinem Video mit aufgreifen möchtest. Gehe bei dem Clip auch hier wieder auf die Teilen-Funktion und wähle die Option Stitch aus. Du kannst bis zu 5 Sekunden auswählen oder den Clip individuell auf deine bevorzugte Dauer zuschneiden. Im Anschluss kannst du nun selbst kreativ werden und ein Video aufnehmen, dass sich zu deinem ausgewählten Clip hinzufügen lässt. Für Inspirationen und Ideen kannst du in der Suchfunktion unter dem Hashtag #stitch Beispiele anschauen.

Beim Posten auf die Einhaltung der Rechte achten

Da du in TikTok Musik und Geräusche, sowie andere Nutzerinnen und Nutzer über die Duett- und Stitch-Funktion in deine Videos einbinden kannst, solltest du unbedingt auf die Einhaltung der Rechte achten.

Das gilt vor allem dann, wenn du deine Videos außerhalb von TikTok, zum Beispiel auf Instagram oder YouTube, postest.

Sicherheit und Datenschutz

Einstellungen

Von der Startseite (For-You-Page) aus, kannst du rechts unten auf das Personen-Symbol klicken. So gelangst du zu deiner Profil-Übersicht.
Oben rechts gelangst du über die drei Punkte in das Einstellungs-Menü.

Datenschutz

Privates Konto

Unter dem Menüpunkt Privatsphäre und Sicherheit kannst du einstellen, ob dein Konto auf privat oder öffentlich gestellt sein soll. Für mehr Sicherheit und Schutz, insbesondere bei den jüngeren Nutzerinnen und Nutzern, empfehlen wir das Konto auf privat zu stellen.

Dein Konto anderen vorschlagen

Unter dem Punkt “Schlage anderen mein Konto vor” kannst du einstellen, ob dein Profil anderen Nutzerinnen und Nutzern vorgeschlagen wird (zum Beispiel auf deren For-You-Page). Wer hier auch wieder auf Nummer sicher gehen möchte, sollte diese Einstellung ebenfalls deaktivieren.

Kontakte finden und synchronisieren

TikTok kann deine Kontakte vom Smartphone oder über deine verknüpften Konten synchronisieren. Zwar klingt das zunächst ganz praktisch, ist aber bedenklich – insbesondere für jene Kontakte, die diese App nicht nutzen und somit trotzdem erfasst werden. Um deine Freunde und Kontakte zu schützen, die diese App nicht verwenden, solltest du auf diese Funktion besser verzichten.

Hier kannst du einstellen, wer dich direkt anschreiben kann. Du kannst dabei zwischen den beiden Optionen “Freunde” und “Niemanden” auswählen. Bedenke: “Freunde” auf TikTok sind lediglich jene Profile, denen du selbst folgst.

Duette und Stitches sind für Nutzerinnen und Nutzer unter 16 Jahren gesperrt. Dadurch wird verhindert, dass andere deine Clips in ihre Videos einbinden und sich diese so unkontrolliert weiter verbreiten können. Für Nutzerinnen und Nutzer ab 16 Jahren sind “Freunde” voreingestellt.

Unter dem Punkt Likes kannst du einstellen, wer alles deine vergebenen Likes aufgelistet betrachten kann: entweder nur du selbst oder alle. Für mehr Privatsphäre wähle hier “nur ich” aus.

Bei Videos kommentieren kannst du einrichten, wer alles deine Videos in TikTok kommentieren darf: alle, deine Freunde oder niemand. Außerdem kannst du einen Kommentarfilter einrichten. Dieser filtert Spam oder Beleidigungen an Kommentaren unter deinen Videos raus. Du kannst aber auch eine Liste an Wörtern (Schlüsselwörtern) anlegen, nach denen zusätzlich gefiltert werden soll. Gerade in Bezug auf anstößige oder unangebrachte Sprache, ist diese Funktion sehr hilfreich.

Sicherheit

Gehe zurück in die Einstellungs-Übersicht und wähle den Punkt Sicherheit aus.

Hier bekommst du einen Überblick über deine mit TikTok verbundenen Geräte. So kannst du überprüfen, ob all diese Geräte auch tatsächlich von dir sind oder ob sich ein fremdes Gerät mit deinem Profil angemeldet hat. Du kannst hier auch eine 2-Stufen-Verifizierung aktivieren. Du kannst wählen, ob du bei der Anmeldung mit deinem Account auf TikTok einen Bestätigungscode per E-Mail oder per SMS erhältst.

Digital Wellbeing

Unter dem Punkt Digital Wellbeing lässt sich die Bildschirmzeit managen. Stelle hier ein Zeitlimit für die Bildschirmzeit auf TikTok ein. Läuft diese eingestellte Zeit während der Nutzung von TikTok ab, wirst du aufgefordert dein Passwort einzugeben. Erst dann kannst du die App weiter nutzen.

Neben der Regelung für die Bildschirmzeit, kannst du hier auch das Anzeigen von Inhalten verwalten. Aktiviere hierfür den Eingeschränkten Modus. Dieser beschränkt das Anzeigen von Inhalten entsprechend der Ziel- bzw. Altersgruppe. Dieser Modus kann jedoch nicht zu hundert Prozent garantieren, dass man absolut sicher ist. Sollte du trotz des Modus ein unangemessenes Video finden, kannst du es melden.

Unser Tipp

Damit du TikTok sicher einrichten kannst, lohnt sich ein Blick in die Einstellungen zum Datenschutz und zur Sicherheit.

Wir empfehlen gerade für jüngere Nutzerinnen und Nutzer das Konto auf privat zu stellen, um die persönlichen Daten vor Anderen zu schützen.

TikTok: Voreinstellungen für jüngere Nutzerinnen und Nutzer

Bei der Erstellung eines TikTok-Accounts muss das eigene Geburtsdatum angegeben werden. Zum einen deswegen, weil TikTok die Nutzung der App ab einem Mindestalter von 13 Jahren zulässt. Zum anderen ist die korrekte Angabe des Geburtsdatum dafür relevant, da TikTok einige altersentsprechende Voreinstellungen hat. Diese sollen junge Nutzerinnen und Nutzer schützen.

Aufgrund dieser Voreinstellungen sollen Kinder und Jugendliche beim Erkunden und Nutzen der App nicht versehentlich in der Öffentlichkeit stehen. Sprich, ihre Daten und persönlichen Informationen sollen für andere Nutzerinnen und Nutzer der App nicht so leicht erkenntlich sein.

Mit den Voreinstellungen von TikTok gehen somit bestimmte Einschränkungen einher. Bestimmte Funktionen, zum Beispiel Duette oder Stitches, sind in diesem Fall gar nicht erst verfügbar.

Zwar kann das Alter im Nachhinein nicht angepasst beziehungsweise geändert werden. Aber diese Voreinstellungen können leicht umgangen werden. Beispielsweise damit, dass ein neues Konto erstellt werden kann, bei dem die Schutzmaßnahmen von TikTok nicht greifen.

TikTok: Schutzmaßnahmen

Darauf beziehen sich die Voreinstellungen von TikTok

  • Für Nutzerinnen und Nutzer, die jünger als 16 Jahre sind, ist das Konto automatisch auf privat gestellt.
    Achtung: Diese Einstellung kann eigens geändert werden!
  • Die Option “Schlage anderen dein Konto vor” ist zunächst deaktiviert. Auch hier lässt sich diese Einstellung eigens umändern.
  • Duette und Stitches werden für 16-17 Jährige auf “Freunde” gestellt. Für Jüngere stehen diese Funktionen gar nicht zur Verfügung.
  • Downloads sind für 16-17 Jährige zunächst deaktiviert, können aber ebenfalls umgestellt werden. Für Jüngere ist auch diese Funktion nicht verfügbar.

Aufgrund dieser Voreinstellungen in TikTok, die sich nach dem Alter der Nutzerin / des Nutzers richten, kommt es für manche Funktionen zur Einschränkungen.
So können Kinder und Jugendliche, die jünger als 16 Jahre alt sind, nicht über Privatnachrichten kontaktiert oder angeschrieben werden. Kommentare unter ihren Videos sind nur für Freunde oder Niemanden erlaubt. Damit wird versucht, Jüngere vor dem Kontakt mit Fremden zu schützen.
Deswegen sind in diesem Fall machen Funktionen gar nicht erst verfügbar, wie zum Beispiel die Duett- und Stitch-Funktion.
Virtuelle Geschenke können zum Beispiel erst ab einem Alter von 18 Jahren gekauft, verschenkt oder auch empfangen werden. Damit sollen Jüngere davor geschützt werden, viel Geld in der App auszugeben.

TikTok ist für Kinder unter 6 Jahren noch nicht geeignet.

TikTok ist für Kinder unter 10 Jahren noch nicht geeignet.

Offiziell ist TikTok ab einem Mindestalter von 13 Jahren. Wenn die App vorher genutzt werden darf, sollten sich Eltern und Kinder gemeinsam konkrete Regeln bezüglich der Nutzung aufstellen. Hierfür kann der begleitende Modus als Unterstützung dienen.

Allgemein empfehlen wir dir folgende Einstellungen:

  1. Erstelle ein sicheres Passwort für deinen TikTok-Account. Du kannst in unserem Leitfaden zum Erstellen eines sicheren Passwortes reinschauen oder auch auf unserer Seite CheckDeinPasswort.de prüfen, wie stark dein Passwort ist.
  2. Stelle dein Konto auf privat. So bleiben deine persönlichen Daten vor Fremden weitgehend geschützt.
  3. Stelle die Einstellungen für die Direktnachrichten, Kommentare, Duette und Stitches auf Freunde oder Niemand.
  4. Aktiviere den Kommentarfilter, um Spam oder anstößige Inhalte in den Kommentaren rauszufiltern. Du kannst hierbei auch eine Liste an bestimmten Schlagwörtern erstellen, die außerdem rausgefiltert werden sollen.

Der begleitende Modus bei TikTok kann Eltern und Jugendliche unterstützen, sich auf gemeinsame Regeln zur Nutzung zu einigen. Hierfür muss ein Elternteil ein TikTok-Konto erstellen, das mit dem Konto des Kindes verknüpft wird. Dabei können schließlich folgende Regelungen festgelegt werden:

  • Management der Bildschirmzeit: mit dem Bildschirmzeit-Management kannst du einstellen, wie lange TikTok täglich genutzt werden darf.
  • Eingeschränkter Modus: mit dem Eingeschränkten Modus kannst du die Anzeige von Inhalten je nach Alter regulieren.
  • Direktnachrichten: hier kann festgelegt werden, wer Nachrichten an dein verbundenes Konto senden kann. Allgemein kann das Senden von Nachrichten auch vollständig ausgeschaltet werden.

Du suchst nach einer Anleitung, wie du den begleitenden Modus einrichten kannst? Dann schaue gerne bei Medien-kindersicher.de vorbei.

Unser Tipp

  • Beim Erstellen eines TikTok-Accounts sollte auf das richtige Geburtsdatum geachtet werden.
  • TikTok stellt eigene Schutzmaßnahmen zur Verfügung, die je nach Alter entsprechend greifen und bestimmte Funktionen einschränken.
  • Diese Schutzmaßnahmen können teilweise umgangen werden, indem du manche Einstellungen selber wieder umstellen kannst.
  • Du möchtest dein Kind auf TikTok noch besser schützen? – Dann schaue gerne bei den Kolleginnen und Kollegen von Medien-kindersicher.de vorbei.